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Ausstellungen | Ausstellung

Jenseits von Eden: Hans-Peter Müller
Zum 80. Geburtstag

Panorama Museum

Anlässlich seines 80. Geburtstages präsentiert das Panorama Museum eine repräsentative Ausstellung mit ca. 100 Exponaten des in Weida lebenden Künstlers. Es ist die erste große Museumsausstellung für Hans-Peter Müller, der von 1965-70 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig u.a. auch bei Werner Tübke studierte und später Meisterschüler bei Bernhard Heisig war. In altmeisterlicher Formensprache schafft er surreale, mit Metaphern durchzogene Bildwelten, die auf der Grundlage klassischer Mythen sinnbildhafte Archetypen menschlichen Verhaltens auch im Hier und Jetzt offenbaren. Bild: Hans-Peter Müller Ameise mit Möbiusband, 2010 Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm Besitz des Künstlers Foto: Galerie Koenitz
Ausstellungen | Ausstellung

Martin Voigt - Hyperborea

Panorama Museum

Die Werkschau des 1990 in Leipzig geborenen Künstlers umfasst ca. 130 Exponate, allein aus dem Schaffenszeitraum von 2015 - 2021. Der gelernte Steinmetz, bis 2013 als freiberuflicher Bildhauer tätig, entschied sich in jenem Jahr für ein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, das er in der Fachklasse für Malerei/Grafik bei Prof. Annette Schröter 2018 mit Diplom abschloss. So befinden sich in der Ausstellung neuste Werke aus dem letzten Jahr, aber auch Arbeiten aus der Studienzeit. Martin Voigts bevorzugte Genres sind die Landschaft und das Stillleben, die er mit gekonnt altmeisterlicher Formensprache umzusetzen weiß. Er schafft intime Räume, fernab jeder Urbanität, denen er eine unaussprechliche Stille einhaucht, die bisweilen schon Vergänglichkeit atmet. Unberührte, in Nebel gehüllte Landschaften, in denen entlaubte, entwurzelte, geknickte Bäume und abgestorbene, mit Parasiten befallene Geäste die Ursprünglichkeit der Natur vergegenwärtigen. Zwar zeugen ganz vereinzelte Spuren wie eine umgestürzte Kanzel oder ein erlegtes Wild von Zivilisation, jedoch vermögen diese nicht die Ruhe und Einsamkeit dieser Bilderwelten zu zerstören. Stellten sich so antike griechische Geografen das sagenhafte Land "Hyperborea" vor? Oder finden wir eher mit Nietzsche Zugang zu den Bildwelten von Martin Voigt? Dieser nutzte 1888 die "Hyperboreer" in seiner Schrift "Der Antichrist" (Fluch auf das Christentum, Kapitel 1), um sich als "Unzeitgemäßer" jenseits der modernen Gesellschaft zu verorten.
Erfahrungsbericht | Ausstellung

Unbedingt sehenswert diese delightful Ausstellung.

Kulturnator

Auch ein Feininger musste sich erst finden. Der Weg führte den amerikanischstämmigen Sohn deutscher Eltern nach Deutschland. Als Karikaturist mitten hinein ins brodelnde Berlin. Ich kannte seine witzigen Kritzeleien bis dahin nicht. Aber die lohnen einen Blick. Oder zwei. Becoming Feiniger zeichnet den Werdegang Feiningers zum echten Feininger. Und der ist ohne die prismenartige Verzerrung der Wirklichkeit bis zur Kenntlichkeit kaum vorstellbar. Insbesondere die Halle-Bilder vom Roten Turm und andere entfalten eine elegante Wucht. Die Motive aus der Saalestadt kommen nicht von Ungefähr. Für Feininger galt: „Halle is the most delightful town!“ Unbedingt sehenswert diese delightful Ausstellung.
Ausstellungen | Ausstellung

Dušan Kállay – Magische Welt

Panorama Museum

Unter dem Titel »Magische Welt« zeigt das Panorama Museum eine Überblickschau über das Schaffen des international bekannten und geschätzten Malers, Grafikers und Illustrators Dušan Kállay (geboren 1948 in Bratislava), einem Meister der Radierung wie der Kinderbuchillustration, der über bald drei Jahrzehnte als Professor an der Akademie der bildenden Künste in Bratislava gewirkt hat. In überaus komplexen, meisterhaft verdichteten Radierungen und Gemälden erzählt der Künstler Geschichten von der Suche des Menschen nach Erkenntnis und seinem Streben nach Aneignung von Welt. Sein gesamtes Werk, vielfach inspiriert von literarischen Vorlagen, die er illustriert hat, basiert letztlich auf tagtäglichen Wahrnehmungen und Erfahrungen von Wirklichkeit, vollendet übersetzt in künstlerische Resultate. So betont er selbst, dass sein kreatives Schaffen von Anbeginn inspiriert gewesen ist »vom Leben und von Dingen, von menschlichen Befindlichkeiten, von Transformationen der Zeit und dem Zyklus der Liebe«.
Ausstellungen | Ausstellung

Surrealismus in Deutschland? Kunst von 1919 bis 1949

Panorama Museum

Der Surrealismus gilt gemeinhin als eine hauptsächlich in Frankreich wirkende geistige Bewegung, die ihr bestimmendes Zentrum im Kreis um André Breton in Paris hatte und im Wesentlichen auf die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen begrenzt war. Doch auch Spanien sah Breton als fruchtbare terre surréaliste. Durch den Gang ins Exil sollte der Surrealismus schließlich vor allem in Mexiko und in den USA seine Fortsetzung finden. Erst nach 1945 konnten auch in Europa surrealistische Bestrebungen – zumindest kurzzeitig – neu entfaltet werden, bis die Kunstentwicklung in Ost wie West jeweils andere Wege ging. Surrealismus in Deutschland ist bislang kaum als eigenes Thema dargestellt worden. Erstmals soll der Beitrag deutscher Künstler zum Surrealismus deshalb von den zwanziger Jahren bis unmittelbar nach dem Krieg in einer Ausstellung betrachtet werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf jenen Leistungen, die wesentliche Positionen dieser Strömung der Klassischen Moderne repräsentiert haben. Hinzu kommen Künstler, die zumindest phasenweise von surrealistischen Tendenzen geprägt waren bzw. diese aufgegriffen oder fortgeführt haben. Das künstlerische Umfeld wird schließlich ebenso in den Blick genommen wie Vorläufer (besonders der Dadaismus) und andere Erscheinungen, die historisch mit dem Surrealismus verbunden sind. Die Exposition konzentriert sich bei einer Gesamtzahl von mehr als 100 Werken dabei primär auf Malerei und (unikale) Arbeiten auf Papier. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einer grundlegenden Einführung zum Thema von Michael Nungesser.
Ausstellungen | Museum

Das Museum ist seit dem 03.06.2021 wieder geöffnet.

Panorama Museum

Das Panorama Museum Bad Frankenhausen präsentiert Ihnen das Monumentalgemälde „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“ von Werner Tübke, das Sie im Rahmen einer öffentlichen Führung oder ausgestattet mit einem unserer Audio-Guides erleben können. Wechselnde Sonderausstellungen runden den Besuch ab. Für Schulklassen und Kindergartengruppen bieten wir verschiedene museumspädagogische Veranstaltungen an, während die Erwachsenen bei Kino und Konzerten auf ihre Kosten kommen. Für Ihr leibliches Wohl sorgt das Café P. Ein barrierefreier Zugang ist vorhanden.
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In den Gärten: Frank Hauptvogel

Panorama Museum

Frank Hauptvogel Die »Leipziger Schule«, die um die Jahrtausendwende eine neue, überwältigende Renaissance erfuhr, ist keineswegs mit der Leipziger Akademie identisch, doch eng mit dieser verknüpft. Ihre Eigenart verdankt sie zu einem Großteil deren Lehrern, einer weitgehend ungebrochenen Kontinuität in der prinzipiellen künstlerischen Haltung über Generationen hinweg, vor allem aber dem Schaffen einer Vielzahl von herausragenden Meistern. Immer wieder gibt es dabei Entdeckungen. Eine dieser besonderen, in ihrer Bedeutung noch kaum ermessenen Leistungen verkörpert das Werk des Malers und Zeichners Frank Hauptvogel, geboren 1959 in Eisleben. Als Schüler von Arno Rink, bei dem er von 1982 bis 1987 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Malerei studierte und anschließend, zeitgleich mit Neo Rauch, bis 1990 Meisterschüler war, wurde er entschieden von den Werten dieser Akademie geprägt, zu denen neben der Vollendung im Handwerklichen das Beharren auf figurativer Tradition und das Streben nach metaphorisch verdichteter Sinngebung in surreal-allegorischen Bildfindungen gehören. Mehr als anderthalb Jahrzehnte hat er in der Folge in den Werkstätten der Oper in Leipzig gearbeitet und von 2007 bis 2013 schließlich auch Theatermalerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden gelehrt. Seither ist er freischaffend als Maler tätig in Leipzig. Frank Hauptvogel vertritt eine dezidiert gegenständliche Malerei, die ganz der eigenen Regie unterliegt und mit einem streng begrenzten, archetypischen Personal operiert, mit dem er die einzelnen Charaktere in ihren auferlegten Rollen voll Melancholie und Tragik immer neu in Szene zu setzen weiß. Das Kind, der Clown, der lädierte Puppenspieler, erdachte Figuren, halb Mensch, halb Puppe, lebendiger, schöner, richtiger und wirklicher als die Wirklichkeit selbst, personifizieren das Alter Ego ihres Schöpfers zwischen Getriebensein, Wanderschaft und Geworfenheit in ein Äon fern unserer Zeit auf der Suche nach der eigenen Bestimmung, nach Erlösung, nach Wahrhaftigkeit, nach der Tiefe des Selbst. Der Delikatesse des Vortrags entspricht die Intensität des Empfindens, die Wucht der magischen Inszenierung, die fesselt und fasziniert, die überaus realistisch wirkt und die Realität doch nur suggeriert, die erhebt, aber auch erschüttert und irritiert. Was der Maler so überzeugend vor Augen führt, ist eine trügerische Schönheit voller Schwermut und Verheerung, die eine ernste Mahnung ist, der Entfremdung, die die Welt beherrscht, entgegenzutreten, indem sie die Sehnsucht nach einem intakten Refugium, nach gesicherten Orten, nach Gärten speist, die Sicherheit, Besinnung und Poesie verheißen. Als conscious surrealism bezeichnet der Künstler seinen Ansatz, der nicht nur viel vom Theater, sondern auch vom Film (Tarkowskij, von Trier), von der Musik und von der Literatur (Hesse, Gogol, Bulgakow) inspiriert ist. Vorbildlich in der Malerei sind ihm vergleichbare Positionen, wie er sie etwa bei Diego Velázquez oder auch Odd Nerdrum findet. Hauptvogels Ideal ist vollendete Malerei mit Anspruch in ihrer höchsten Ausprägung. Die Ausstellung, realisiert in Zusammenarbeit mit dem Künstler und der Galerie Schwind in Leipzig, bietet mit 43 überwiegend großformatigen Gemälden, 11 Zeichnungen und 3 Plastiken einen guten Überblick über das bildnerische Schaffen seit dem Ende seiner Lehrtätigkeit. Zur Ausstellung erscheint ein repräsentativer monographischer Katalog, der erstmals umfassend über das Werk des Künstlers informiert.
Ausstellungen | Ausstellung

Monumentalbild von Werner Tübke

Panorama Museum

Im Zentrum des Panorama Museums steht das Monumentalgemälde "Frühbürgerliche Revolution in Deutschland" von Werner Tübke (1929-2004). Auf einer Länge von 123 m Umfang und einer Höhe von 14 m entfaltet sich in altmeisterlicher Formensprache ein "theatrum mundi", das zu einer Reise in die Vergangenheit einlädt. Ein epochales Gemälde des Umbruchs vom Spätmittelalter zur Neuzeit, aber auch ein universales, zeitloses Welttheater, in dem Grundthemen der Menschheit wie Liebe und Hass, Geburt und Tod die unendliche Wiederkehr des Gleichen versinnbildlichen. Werner Tübkes "Zauberberg der Geschichte" verkörpert den Gipfel seines Lebenswerkes wie einen Glanzpunkt abendländischer Kunst überhaupt.

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